Der Künstler Gunter Demnig (*1947) verlegt in Schwäbisch Hall im November 2005 und im April 2006 – wie bereits in anderen deutschen und europäischen Städten - „Stolpersteine“. Sie sollen an Haller jüdische Bürger erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, ermordet oder vertrieben wurden. Inzwischen gehören die Steine, ca. 10 x 10 cm groß, mit einer Messingplatte obenauf, in die Namen und biografische Angaben eingehämmert sind, zum Stadtbild.

Das Projekt des Kunstvereins wurde vom Gemeinderat genehmigt, nachdem das Einverständnis der Nachkommen der jüdischen Mitbewohner*innen sowie der heutigen Hausbesitzer*innen eingeholt war. Die Aktion wurde durch private Spenden finanziert. Aktive Unterstützung bei den umfangreichen Recherchen leisteten Elke Däuber vom Hällisch-Fränkischen Museum und der ehemalige Stadtrat Wolfgang Comtesse. Richard Beißer mit dem Klarinetten-Trio der Musikschule sowie Hans Kumpf (Klarinette) und Jochen Narciß (Violine) umrahmten die Aktionen musikalisch.

Das Komitee zum Projekt „Stolpersteine“ bestand aus Wolfgang Comtesse, Peter Ege (Kunstverein Schwäbisch Hall) und Ulrich Dehn (Vorsitzender Kunstverein Heilbronn).

Künstler Gunter Demnig setzt am 26.04.2006 mit tatkräftiger Unterstützung des städtischen Werkhofs 17 weitere Stolpersteine. Mit im Bild (stehend von rechts): Ulrich Dehn, Elke Däuber, Wolfgang Schwarzkopf (Vorsitzender des Kunstvereins), Wolfgang Comtesse, Landtagsabgeordneter Nikolas Sakellariou, Sigrid Kienle, Ernst-Walter Hug, Hanne Tränkner u. a. Foto: Ufuk Arslan

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