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Anton Stankowski
Maßgabe + Zeug : Ordnung
21.03.1986 bis 27.04.1986

Eröffnung Fr., 21.03., 19.00 Uhr
Einführung Dr. Gunther Thiem, Stuttgart
Galerieführung Di., 15.04., 18.00 Uhr
Rainer René Müller, Heidelberg

Theo von Doesburg begründet "Konkrete Kunst" 1930 in der zeitschrift "art concret" selbst folgendermaßen: "Konkrete Kunst und nicht abstrakte Malerei, denn nichts ist konkreter, wirklicher als die Linien, eine Farbem eine Oberfläche. Sind auf einer Leinwand etwa eine Frau, ein Baum oder eine Kuh konktete Elemente? Nein - eine Frau, ein Baum, eine Kuh sind konkret im natürlichen Zustand, aber im Zustand der Malerei sind sie weit abstrakter, unbestimmter, spekulativer als eine Linie oder Fläche." Alles Lebendige strebt danach, weiter zu wachsen und sich dabei zu vervollkommnen. Weil die Absichten und Arbeitsweisen bei jedem Gestalter anders liegen, die Informationen, Tendenzen, Experimente und Varianten sehr vielfältig sind, ergab sich eine Vielfalt in der heutigen Bildwelt. Diese Varianten innerhalb der Kunstrichtungen können wir als positiv werten.

Alle Kunst: Musik, Bilder, Tanz, Sprache haben die Abstraktion als gemeinsames Merkmal. Es gibt vermutlich ganz wenige Konstante oder Grundgesetze, die die Welt bestimmen. Energie, Information, Materie sind einige davon, vielleicht ein Dutzend Dinge - eines davon ist Ordnung. Der biologische Prozess, das Wachsen in der Natur, das ist so ordentlich, dass wir uns manchmal genieren müssen, wenn wir als konkreter Maler anfangen, scheinbar neu zu denken. Denn alles, was wir da machen, ist eigentlich Naturalismus. Das Ordnungsprinzip, das Ordnenauf der Fläche, Positiv - Negativ, das Ordnenvon Progressionen, das alles ist so grundsätzlich, dass es sich im Leben wiederholt. Was sich also in der Arbeit wiederspiegelt, sind nur Varianten dieser Naturgesetzlichkeiten.


Kurator: Rainer René Müller