Galli
| 1944 | in Heusweiler/Saar geboren |
| 1962 – 1967 | Studium Werkkunstschule Saarbrücken |
| 1969 – 1976 | Studium Hochschule der Künste Berlin |
| 1975 | Meisterschülerin bei Martin Engelman |
| 1984 | Arbeitsstipendium Kunstfond e.V. |
| 1989 | Dozentin der Sommerakademie Berlin |
| 1989 | Will Grohmann-Preis |
| 1990 | Villa Romana-Preis Florenz |
| 1992 – 2005 | Professur FH Münster |
| 2003 | Albert-Weisgerber-Preis St. Ingbert |
lebt und arbeitet in Berlin.
Galli malt, zeichnet oder schneidet, wie man auch Geschichten erzählt. Ihre Bilder wachsen, Figuren und Formen werden immer wieder neu konfiguriert, andere hinzugefügt, manche weggemalt. Wann der Prozess abgeschlossen ist, weiß auch die Künstlerin nicht, denn wie bei jeder Geschichte, verschieben sich ihre Akzente, wenn sie in einem neuen Kontext wahrgenommen wird. (...) Galli treibt ihr Spiel mit den Bedeutungen, die sich an Dinge, Bilder oder Worte knüpfen. Man spürt ihre Lust uns auf Fährten zu locken, wo die geistige Kontrolle versagt und auch Erfahrungen nicht weiterhelfen.
(...) Alles bleibt in der Schwebe. Das Wechselspiel zwischen Form und Formung, zwischen Figur und Farbe, von Fläche zum Raum zwingt den Blick zu nomadisieren. Nie ist klar, ob Formen sich zu Figuren verdichten oder die gegenständlichen Elemente durch die Malweise zerstört werden. (...) Die Malerei vermittelt, was auch die Bildgegenstände charakterisiert: einen Zustand permanenter Transformation. (...) Galli arbeitet an einer Entschleunigung der Wahrnehmung durch die irritierende Aufforderung, Bilder zu erleben.
Auszüge aus dem Text "Rosa ist eine schöne Farbe, Rosa deckt sehr gut." von Dr. Hildtrud Ebert.
Der vollständige Text ist im Ausstellungskatalog zum Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St.Ingbert 2003 enthalten.
Informationen: www.galli-malerin.de
Kurator: Rainer René Müller






