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Ina Seidl und Urs Steinhauser
Körper-Linien
13.08.1985 bis 01.09.1985

Performances Di., 13.08., 20.00 Uhr und Mi., 14.08., 20.00 Uhr
Ina Seidl und Urs Steinhauser

Ina Seidel und Urs Steinhauser, ausgebildete Tänzer, arbeiten bie ihrer Performance, die eigens für die städtische Galerie konzipiert wurde, mit Musik, Tanz, durchsichtigen Folien, Licht und Farben. Die verwendete Musik stammt von Miloslav Kabelác, "8inventions", op.45; Ianis Xenakis "Orient-Occident" und Klaus Nomi.

Der Begriff "Performance" bedeutet im Englischen jede Form der Darstellung. In der bildenden Kunst wurde er für einen Zwischenbereich übernommen, in dem es um die Darstellung des eigenen Körpers oder einer Szene geht, in der ein Problembewusstgemacht werden soll. Bei Musik-Performances handelt es sich stets um Darbietungen, die außerhalb der klassischen Schemata liegen.

Im Gegensatz zum Happening liegt der Ablauf einer Performance ziemlich fest. Oft gibt es hierfür sogar einendrehbuchartigen Text. Der Zuschauer bleibt in der Performance Zuschauer.Seine Reaktion ist aber vorausberechnet, so dass im Regelfall Ende und Ziel seiner Handlung feststehen. In der Video-Performance muss das Medium Video direkt miteinbezogen werden. Deshalb unterscheidet man auch streng zwischen der Live-Aufführung und der Erstellung einer Videobandes.

Historisch gesehen hat sich die Performance in den 70er Jahren aus der Living-Art, dem Wiener Aktionismus, dem Happening und Fluxus, entwickelt. Das gilt allerdings nur für den neu eingeführten Begriff "Performance". Performance-ähnliche Aufführungen in der bildenden Kunst gab es nämlichschon wesentlichfrüher. Hier sei nur stichwortartig an das Bauhaus, an Kurt Schwitters, an Dada und Alfred Jarrys "Ubu Roi" erinnert.

Kurator: Rainer René Müller